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Prag im Werk von Libuše Moníková

Prag im Werk von Libuše Moníková

von Eva Markvartová

Das Zentrum aller Texte der tschechischen, deutschschreibenden Autorin Libuše Moníková (1945-1998) ist die Hauptstadt Prag: „Alles, was ich schreibe, was mich bewegt, kommt aus dieser Stadt, im Guten und im Bösen. Ich bin für jede andere hoffnungslos verloren.“[1] Dazu bekennt sie sich auch in ihrem Essay »Prag der neunziger Jahre«: „In meinen Büchern kommt sie immer wieder vor, auch wenn ich über so entlegene Landschaften wie Sibirien, Japan oder Grönland schreibe. Die Stadt ist magisch und gleichzeitig sehr konkret, von einer fast schmerzhaften Schönheit und mit einer Jugend, die ihre Freiheit probt – ohne Vorbilder, ernst und realistisch.“[2]

So spielen fast alle ihre Romane in Prag, die Helden wohnen entweder innerhalb der Stadt (»Eine Schädigung«, »Der Taumel«), sind auf der Suche nach ihr (Prantl und Karla in »Treibeis«) oder kehren immer wieder zu ihr zurück (Leonora Marty in »Verklärte Nacht«, die Literaturdozentin Francine Pallas aus der »Pavane«). [...]

Prag funktioniert bei dieser Autorin einerseits als Abbild von Wirklichkeit und andererseits als Stadt der Träume, des Imaginären (so vor allem in ihren Werken »Pavane für eine verstorbene Infantin« oder in »Verklärte Nacht«, in denen die Visionen von Realsituationen kaum unterbrochen werden). Dem Prag des Imaginären, dem Prag der Erinnerungen und Sagen werden verschiedene Charakteristika zugewiesen, wie die des Glanzes (z. B. wenn Libussa den Ruhm der Stadt prophezeit).

Libuše Moníková: »Pavane für eine verstorbene Infantin« (1983)

Libuše Moníková: »Pavane für eine verstorbene Infantin« (1983)

Prag in »Eine Schädigung« (1981)

Das Bild der Stadt entwickelt in diesem Buch eine außergewöhnliche Dynamik, die den Einzelnen anfangs stark unterdrückt. Das erfährt der Leser, wenn er die Protagonistin des Romans immer wieder dabei beobachten kann, wie sie Spaziergänge durch Sperrgebiete und verlassene Regierungsviertel macht, oder mit der Straßenbahn durch die graue Stadt fährt, auf deren lebendiges Treiben hinausblickend. Die Studentin bewegt sich nicht in ausgefahrenen Gleisen, was sich in ihrem ständigen Verlassen der Straßenbahn während der Fahrt zeigt (sei es während der Nachtschicht, wenn sie als Fahrerin mit ihrer Straßenbahn um die Wette läuft, oder  während des Klassenabends in der alten Dreiundzwanzig, wenn sie das Geschwätz ihrer ehemaligen Mitschülerinnen nicht mehr aushält). Das Verlassen der Straßenbahn während einer der Nachtschichten erweist sich als verhängnisvoll: Jana wird in einem verlassenen Regierungsviertel von einem Polizisten vergewaltigt und niedergeschlagen. Unmittelbar darauf tötet sie den Mann, schleift seine Leiche zum Fluss und stößt sie ins Wasser. Sie findet Aufnahme in einem Hausboot, dessen Bewohner Mara und Peter sich um sie kümmern.

Obwohl Jana sich ausschließlich auf ihre Wahrnehmungen konzentriert, spiegelt sich in der Stadtdarstellung der interpretierenden, allwissenden Erzählerin offenkundig eine Sinnkrise der ganzen sozialistischen Kultur:

Die vorteilhafte Lage des Berges erleichtert der Verwaltung die Kontrolle der Stadt, die Geräte auf den Türmen sind tagsüber in Betrieb und manche arbeiten automatisch auch nachts. Unter den Dächern wird registriert, verglichen, die Archive füllen sich. Wozu es gut sein wird, weiß niemand.[3]

Um der ständigen Beobachtung zu entgehen, bewegt sich die Protagonistin lieber an eher „unauffindbaren Plätzen inmitten der Stadt.“ (S. 103), wo sie sich geborgen fühlt, die Ruhe und stillen Zauber ausstrahlen. Manchmal verändert sich die graue Straße durch zufällige Düfte, etwa durch ein plötzliches Gefühl der Sättigung, nachdem sie einen Kuchen gegessen hat etc. In solchen Augenblicken empfindet die Protagonistin keine Bedrohung mehr. Prag ist für Jana wichtig, was sie immer wieder betont. Nachdem ihr die Bildhauerin Mara vorgeschlagen hat, in eine Künstlerkolonie ins Grenzgebiet abzureisen, kann sich Jana bis zum letzten Moment nicht entscheiden, ob sie mitfahren wird…

Libuše Moníková: »Eine Schädigung« (1981)

Libuše Moníková: »Eine Schädigung« (1981)

 Prag in »Treibeis« (1992)

Der Prager Jan Prantl unterrichtet seit Jahren Jugendliche in Grönland. Als er zu einem internationalen Kongress nach Österreich kommt, lernt er durch Zufall eine junge Tschechin kennen, Emigrantin wie er.

Auch in diesem Buch enthüllt Moníková dem Leser mittels der Sagen und erzählten Geschichten allmählich die tschechische Vergangenheit. Der ganze Romanraum ist auf diese Weise von Geschichte durchwoben. Dies wird unterstützt durch das Prinzip der wiederkehrenden Namen. Jede Sage verweist auf immer dieselben konkreten Orte. So wird z. B. im Zusammenhang mit der Karlsbrücke die Geschichte von Kralupy erzählt: Beim Bau der Karlsbrücke wurden Eier benutzt, damit der Mörtel besser hielt:

Es hat sich offensichtlich bewahrt. Da Prag allein aber nicht genügend Eier hatte, wurden alle Städte des Königsreichs aufgefordert, eine entsprechende Anzahl Schock Eier für den Bau zu liefern. Und eine Stadt war besonders eifrig…“ „Ich weiß“, sagt Karla. „Kralupy. Als ihre Fuhre kam, und die Maurer anfingen, die Eier in den Mörtel zu schlagen, hat das Gelächter die provisorischen Pfeiler arg gefährdet: die Eier aus Kralupy waren alle hartgekocht![4]

An Karlas Verhältnis zu Prag ist zu sehen, was diese Stadt für sie  bedeutet, wie wichtig sie für sie ist. Es ist sogar eines der Kriterien, nach dem die Beziehung zu Prantl beurteilt wird. Mit Prantl kann sie nie zu gegenseitigem Verständnis gelangen:

Du kennst andere Kinos, du kennst ein anderes Prag! Wir können uns nicht einmal über die Stadt verständigen! Was haben wir überhaupt gemeinsam?“ Er sieht sie an. Er weiß, dass bei ihr der Schmerz und die Trauer um das Land, das sie verlassen hat, größer ist, frischer als bei ihm. Sie ist erst seit kurzem fort, kann sich nicht umgewöhnen. Er hat seine Erinnerungen seit zwanzig Jahren auf Eis gelegt, in das tiefe Kontinentaleis von Grönland. Er kann nicht widersprechen, er kann sie auch nicht trösten.[5]

 Mit Prag ist bei Moníková immer das Heimatgefühl verbunden. Die Beschreibung dieser Stadt in »Treibeis« ist einzigartig, weil dort Prag aus der Perspektive zweier verschiedener Menschen geschildert wird. Die Hauptprotagonisten erzählen von Prag, dabei lernen sie einander kennen. Diese Szenen sind deshalb meistens als Dialoge gestaltet, das Gespräch ist die erzählerische Grundform dieses Romans.

Libuše Moníková: »Treibeis« (1992)

Libuše Moníková: »Treibeis« (1992)

Prag in »Verklärte Nacht« (1996)

Die Stadt in »Verklärte Nacht« wird dagegen aus der Perspektive eines Einzelnen geschildert. Die Stadtwahrnehmung bleibt dort an eine Figur gebunden, die ihre  Gedanken wiedergibt.

Nach zwanzig Jahren kehrt Leonora Marty in die Stadt ihrer Kindheit zurück. Sie arbeitete zuerst als Literaturdozentin an mehreren deutschen Universitäten, gründete dann  eine Tanzgruppe und zog mit ihr durch die Welt, bis sie am Ende zurück nach Prag kommt:

Was die Landsleute nicht wissen, dass die gefeierte Landsmännin nicht mit ihrem  Ensemble weggefahren ist, sondern noch eine Woche in ihrer angemieteten Wohnung in Prag 6 verbringen wird, privat. Ich will die Stadt für mich allein haben.[6]

 In den ersten Tagen wohnt sie im Hotel. Da sie tschechisch spricht, will man sie im Hinterzimmer unterbringen. Nach einem Wutausbruch bekommt sie dann doch das beste Zimmer mit Blick auf die ganze Stadt. Hätte sie sich gegen die Diffamierung nicht gewehrt, wäre das bessere Zimmer an den ausländischen Touristen gegangen. Das Leben in dieser Stadt kann also sowohl das Gefühl der Zugehörigkeit und Liebe, als auch das der Enttäuschung und Absurdität hervorrufen.

Karla sucht nach der Stadt, die sie vor Jahren verlassen hat, doch nach ’89 findet sie diese nicht mehr wieder. Der Raum, in dem sie sich unter anderem als Spaziergängerin bewegt, wird zum Objekt der Beschreibung. Die Namen wechseln, viele Straßen wurden umbenannt: „Früher habe ich über Namen nicht nachgedacht, sie waren selbstverständlich, wenn auch nicht immer klar; doch die Unklarheit war vertraut. Jetzt bin ich mir keines Wortes sicher.“[7]

 Die Wirkung der Stadt auf sie reicht von Bewunderung und Liebe bis zum Entsetzen:

Ich überlasse mich dem unwirklichen Gefühl, in dieser Stadt zu sein. Es gibt Orte, die mich sofort ansprechen: italienische Städte, New York. In Prag kommt dazu das Gefühl einer besonderen Auszeichnung. Als hätte ich in einem früheren Leben etwas Wichtiges oder Großes getan, dass ich in dieser Stadt geboren wurde und in ihr leben durfte. Dabei ist die Luft kaum zu atmen und die Siedlungen am Horizont von solcher Brutalität, als wären die verantwortlichen Städteplaner alle Kretins oder Schwerverbrecher. Die Neubauten in Ostberlin, in den Vororten von Salerno, von Paris sind keine Spur besser, um diese Städte habe ich aber nicht solche Angst.[8]

Das Gesicht der Stadt wandelt sich in den Werken von Libuše Moníková. Nicht nur von einem Buch zum anderen, sondern auch innerhalb eines Werkes. Mit dem wachsenden Zeitabstand wird Prag anders beschrieben. Vor dem Hintergrund ihrer eigenen Prag-Erfahrungen beschreibt die Autorin die gesellschaftlichen Veränderungen:

In der letzten Zeit sind die Geschäfte voll westlicher Waren, sogar von Milchprodukten, die alle nach Bindemitteln schmecken und dabei teurer sind als die einheimischen; [...] Was machen die Rentner bei den galoppierenden Preisen? Die Kriminalität müsste unter den Sechzigjährigen steigen; statt dessen sind es die vielen »Unternehmer« unter dreißig, ehemalige Kellner, die sich als Schläger, Spitzel und Wechsler bei der Polizei angedient hatten und jetzt aufgrund ihrer früheren Rührigkeit die Kneipen aufgekauft haben. In einem verballhornten Englisch und Deutsch preisen sie ihre »altböhmische« Küche an, Knödel aus Instantbeuteln. Tschechisch sprechende Gäste werden kaum hereinlassen, oft erst nach dickem Schmiergeld, und die Bedienung bleibt auch dann rüde und langsam.[9]

In ein paar Sätzen wird ein Bild der Gesellschaft in den neunziger Jahren entworfen

Sie beschreibt die Überfremdung der Stadt durch charakterlose, aber erfolgreichere Ausländer:

Die teuersten Plätze hat sich die russische Mafia gesichert und verkauft ihre Matrjoški, die schwangeren Puppen, die neuerdings Politikervisagen gebären, ihre schweren Uhren und Militärmützen an Westtouristen, die keine Ahnung haben und sich nachträglich vor der roten Gefahr gruseln möchten.[10]

Die Ich-Erzählerin berichtet, was ihr widerfahren ist. Dabei werden auch Erinnerungen wach und die Gegenwart und Vergangenheit werden dadurch spontan verbunden:

Eine Klondike-Mentalität greift um sich, die Passagen im Zentrum, wo früher Kinos waren, sind voll von eingeschlepptem Plunder, Massenware aus Hongkong und Taiwan, künstlich zerfetzte Hosen mit Flicken, Nieten, Löchern, Jacken und Trikots mit schrillen Aufschriften, dazu Musik, voll aufgedreht, an jedem Stand eine andere. Plastikflut.[11] 

In diesem Beispiel zeigt Leonora die Großstadt als chaotisches Durcheinander. Die Unüberschaubarkeit, die Flut der Eindrücke, die schrille Hektik der Großstadt spiegelt sich auf syntaktischer Ebene im asyndetischen Satzbau wider. Die sinnlichen Eindrücke der Protagonistin finden ungefiltert Eingang in die Sprache. Diese Erzählweise, die Moníková in vielen ihrer Werke anwendet, läßt an filmische Darstellungsmittel denken. Die Unverständlichkeit der Umwelt, das Fehlen von Zusammenhang, kulminiert in einzelnen Begriffen, die die Protagonisin in der Zeitung liest: „Ich lege die Zeitungen zusammen, fange Wörter auf: Konversion, Dislozierung, Harmonogramm, devastiert.“[12]

Die Erzählerin irrt ziellos durch die Straßen; die ‘leere Zeit’  kongruiert mit der Leere ihres Inneren. Diese Leere füllt sie mit den Erlebnissen aus, die ihr der Tanz und die Schönheit der Stadt bieten.. Doch Prag verfügt auch bei Moníková über eine magische Seite, sie ist zugleich auch Raum der unbegrenzten Möglichkeiten und Zufälle: Leonora trifft vor dem Seiteneingang des Theaters einen Deutschen – Thomas Asperger, in den sie sich später verliebt.

Libuše Moníková: »Verklärte Nacht« (1996)

Libuše Moníková: »Verklärte Nacht« (1996)

Prag in »Taumel« (2000)

In Libuše Moníkovás Romanen treten Figuren auf, die an ihrer Gegenwart oder Vergangenheit leiden und sich aus verschiedenen Gründen als Opfer der Zeit fühlen. Einer dieser Helden ist auch der akademische Maler Jakub Brandl, Professor an der Kunstakademie, der Protagonist ihres letzten, leider unvollendeten Romans »Der Taumel«. Dieses Buch spielt in den siebziger Jahren, also in der Zeit der sogenannten Normalisierung, der Zeit der Unterdrückung und Angst. Jakub Brandl ist krank und  wird er wiederholt von der Staatssicherheit verhört. Damit ist nicht nur der Rahmen für den Romanaufbau festgelegt, sondern auch für die politischen Verhältnisse, in denen sich die Figuren bewegen. Verhöre und Schikanen bilden die lebensbestimmenden Bedingungen der auftretenden Figuren.

Auch im Roman »Taumel« zeigt Prag wieder ein ganz anderes Gesicht, das in  Verbindung mit der Handlung steht – der Totalitarismus der gesellschaftlichen Wirklichkeit wird in diesem Buch überall sichtbar, unter anderem auch an vielen Stätten und Orten der Stadt:

Er steigt zur Letná – Höhe hinauf, an planierten Überresten des Stalin – Denkmals vorbei, Größenwahn in Quadern, über Bunkern aufgebaut, hinter Gittern. Die Katakomben hinter den mit Eisendornen versehenen Ketten sind nicht zugänglich; ein Streifen Rasen von hier bis zur Burg, das ganze Jahr hindurch grün, der Schnee bleibt nie liegen. Die Mythen, die sich um diese unterirdischen Gänge rankten, um ihren Zweck und ihre Bestimmung, einigten die Bevölkerung – und die Witze. Über das Monster, über die grandiose Lächerlichkeit, Sinnlosigkeit und Verschwendung. Die ungeheure Fratze im Profil der Stadt mit ihrer barocken Pracht, ihrer wirbelnden, bewegten Statuen an Palästen, Brücken, Kirchen. Der Taumel, der Tanz dieser gestalteten Steine, die vergeistigte Dynamik vertrugen sich nie mit der asiatischen Stumpfheit der Befreier von ´45.[13]

Die Welt des barocken Stadtviertels am linken Moldauufer mit zahlreichen Adelspalästen und der magischen Atmosphäre auf der einen Seite, die Welt der sozialistischen Bauten und Statuen als Gegensatz dazu auf der anderen Seite; Zwecklosigkeit, Lächerlichkeit, Sinnlosigkeit, Verschwendung – dies sind die Hauptcharakteristika, mit denen Moníková solche Monumente beschreibt. Zwei verschiedene Pole der Architektur, zwei verschiedene Gesichter der Stadt. Die Atmosphäre von Unsicherheit, Angst und Unterdrückung unterstreicht Moníková auch mit weiteren Momentaufnahmen – herausgerissene Bäume, auf der Straße eine alte Frau mit Blindenstock, die keinen Durchgang zwischen parkenden Autos finden kann, Schlangen vor den Geschäften, Schlangen vor den Regalen. „Der Mangel organisiert das Leben. Dafür die Netztaschen, für alle Fälle, wer weiß, was es gerade gibt.“[14]

Libuše Moníková: »Der Taumel« (2000)

Libuše Moníková: »Der Taumel« (2000)

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man sagen, dass es bei Moníková immer um das »Image« der Stadt geht. Aus diesem Grund wurden ihre Werke im Ausland sehr oft auch als literarische Reiseführer rezipiert. Die Stadt wird jedoch nicht nur als magisch und geheimnisvoll gepriesen, sondern auch nüchtern und kritisch beschrieben, dabei wird sie zur Zeugin der historischen Begebenheiten, zur Erbin der Vergangenheit und zur eigentlichen Heimat erhoben.

Prag funktioniert in Moníkovás Texten nicht nur als Abbild der Wirklichkeit, sondern auch als Vision, als Stadt der Träume und des Imaginären (in »Verklärte Nacht« und vor allem in »Pavane«).

Die Wahrnehmung der Stadt erfolgt aus der Sicht der einzelnen Figuren, die sich entweder an die Geschichte erinnern, oder als Stadtbewohner bzw. deren Besucher Prag zu Fuß durchschreiten. In diesem Fall bleibt dann die Beschreibung der Stadt und der damit zusammenhängenden Geschichten auf die Spaziergängerperspektive der Protagonisten beschränkt.

Allgemein kann man also sagen, dass für Moníkovás Figuren das Spazierengehen eine Quelle von Anregungen ist. Mit konkreten Orten sind konkrete Geschichten und historische Begebenheiten verbunden, die dann im Anschluss ausführlich erzählt oder zumindest angedeutet werden. Durch die Präzision der Angaben ist der Leser meistens sehr gut orientiert. Auf jeden Fall bezeugen Moníkovás Texte, dass Prag auch im 20. Jahrhundert seine Ausstrahlung bewahrt hat.


[1]           Vorstellung neuer Mitglieder. In: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, 1993, S. 181
[2]           Libuše Moníková: Prager Fenster. Carl Hanser Verlag. München Wien 1994
[3]           Eine Schädigung. Deutscher Taschenbuchverlag. München 1990, S. 8
[4]           Ebd., S. 200
[5]           Ebd., S. 190
[6]           Verklärte Nacht, S. 25, ähnlich auch in »Der Taumel«, ähnliche Einstellung auch bei Brandl
[7]           Verklärte Nacht, S. 6
[8]           Verklärte Nacht, S. 34
[9]           Ebd., S. 34, 35 einige Sätze habe ich dabei ausgelassen
[10]          Ebd., S. 36
[11]          Ebd., S. 35 – 36
[12]          Verklärte Nacht, S. 65
[13]          Der Taumel, S. 19 – 20
[14]          Ebd., S. 71

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