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«Wir haben keine literarischen Atlanten warum also nicht welche anfertigen?» Franco Moretti
«Der Welt ihre Erzählbarkeit geben, heisst das nicht auch an eine Landkarte der Literatur zu denken, die auch den Raum der Literatur würdigt?»
Lojze Wieser
Perspektiven einer Geographie der Literatur
Wo spielt Literatur? Diese vermeintlich simple Frage eröffnet ein erst in Ansätzen etabliertes Forschungsgebiet: Literaturgeographie.
Literaturgeographische Methoden bilden die Basis für eine vollkommen neuartige, räumlich strukturierte, kartographisch unterstützte Literaturgeschichte für einen literarischen Atlas Europas. Dieses interaktive Kartenwerk macht die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen realen und imaginären Geographien sichtbar und bildet die Räume der Fiktion in adäquater Weise ab.
An der Pilotversion des Literarischen Atlas Europas sind folgende Institutionen beteiligt: Institut für Kartografie, ETH Zürich (CH); Georg-August-Universität, Göttingen (D), Karls-Universität, Prag (CZ).
Das Projekt wird während einer Laufzeit von drei Jahren finanziert durch die GEBERT RÜF STIFTUNG, Basel.

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