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Mit Karten lesen – ein Plädoyer

Barbara Piatti
Mit Karten lesen. Plädoyer für eine visualisierte Geographie der Literatur 

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Nach einer kurzen Einführung in die Grundbegriffe und Kernkonzepte der Literaturgeographie und -kartographie widmet sich dieser Aufsatz einer Reihe von immer wieder geäusserten Kritikpunkten. Denn wer literarische Räume in Karten umzusetzen versucht, macht sich angreifbar. Die Skepsis gegenüber literaturkartographischen Methoden wird an manchen Stellen unverhohlen geäussert, so dass sich die Literaturkartographie – vor allem jene jüngeren Datums – oft bewähren und behaupten muss. Im Folgenden sollen deshalb eine Reihe von Einwänden offensiv kommentiert werden. Mit diesen (teils stereotypen) Nachfragen ist die Autorin im Laufe der ersten Projektphase, zwischen 2006 und 2009, im Rahmen von Vorträgen und Präsentationen immer wieder konfrontiert worden. Dabei ist auffallend, dass sich die geäusserte Kritik problemlos in ein paar Hauptbereiche gliedern lässt. Zur Verdeutlichung ist jeder Bereich mit einer von mir formulierten, plakativen Überschrift versehen worden, die den Kern des jeweiligen Problemfeldes enthält:

  • „Die kartographische Visualisierung von Bezügen zwischen literarisch gestalteten Räumen und dem Georaum ist grundsätzlich unzulässig – das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.“
  • „Literaturgeographische Karten reduzieren komplexe literarische Inhalte.“
  • „Literaturkartographische Darstellungen basieren auf individuellen Lektüren, ein intersubjektives System ist nicht denkbar.”

Auf diese und andere Nachfragen wird in ausführlichen Argumentationen und anhand von einer Fülle von Belegen  eingegangen.

Der dritte, abschliessende Teil ist – wie im Titel deutlich angekündigt – der Schilderung des unverkennbaren Potentials der Literaturgeographie im Allgemeinen und der Literaturkartographie im Besonderen gewidmet.

Hinweis: Der Aufsatz ist 2009 geschrieben, aber aus Umständen, auf die die Autorin keinen Einfluss hatte,  erst jetzt publiziert worden.

Piatti, Barbara (2012): Mit Karten lesen. Plädoyer für eine visualisiere Geographie der Literatur. In: Boothe, B., Bühler, P. et al. (Hrsg.): Textwelt-Lebenswelt. Interpretation interdisziplinär Bd. 10. Würzburg: Königshausen & Neumann 2012, S. 261-288.  ➔ Download

  1. Astrid McCormick sagt:

    Gute interessante Idee und ein Konzept, das spannend zu lesen ist.

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